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Die felsige Perle in der Zentralschweiz

Stanserhorn 1’898 m.ü.M und das „Cabrio“

Wie die Stanserhornbahnen-Betreiber sich für Hightech entschieden haben

Mit fast 30 km/h dem Berg entgegen — doch ich empfehle allen, den Berg mit den Beinen zu bezwingen….

 

Stanserhorn, Perle Zentralschweiz

Stanserhorn Kanton Nidwalden Grenze zu Obwalden (Zentralschweiz)

….die Wanderung ist sehr einfach und in nur vier Stunden geschafft! Danach geht es mit dem Cabrio vollgas den Hang hinunter!  Das Stanserhorn besuchte ich am Montag bereits zum zweiten mal. Beim ersten mal war der Cabrio, noch nicht gebaut. (ein neuartiges Seilbahnsystem ermöglicht den Gästen, unter freiem Himmel dem Stanserhorn entgegen zu schweben. Die doppelstöckige Pendelbahn mit zwei Kabinen verfügt über ein offenes Oberdeck. Hier geht es zu den technische Daten vom Cabrio. Doch lass uns erst über den Berg reden. Meine Emotionen zu dieser Gegend und zu diesem wunderbaren Berg sind geprägt mit ein paar Erfahrungen.

 

Stansstaad, und die Ebene die sich Richtung Gotthard erstreckt (Reusstal), erreicht man per Autobahn und/oder National Strasse und natürlich per Eisenbahn. Siehe Google Maps gleich anschliessend:

Und auf dem Weg zum Gotthard bekommt man fast nie genug zu Gesicht. Die Fahrt gestaltet sich dermassen abwechslungsreich, allem voran die Voralpen mit ihrer geringen Höhe, und dann je näher man dem Gotthard kommt, desto höher werden die Gipfel. Jedoch auch nicht extrem hoch, wie z.B. im Berner Oberland oder im Wallis, diese Gipfel können nirgends sonst in den Alpen getoppt werden, ausser natürlih der Mont-Blanc. Also hier noch kurz etwas Informationen für nicht Alpen-kundige. Die Berge in den Voralpen erreichen an den höchsten Stellen knapp 3000 m.ü.M. Und auf Schweizer Boden gibt es sage und schreibe 48 Viertausender, und man staune, 82 mit Frankreich und Italien zusammen. Doch punkto Mobilität möchte ich euch darauf hinweisen, dass man nun von Zürich aus, ungefähr eine halbe Stunde früher im südlichen ( Tessin eintrifft, natürlich dank der NEAT (neue Eisenbahn Alpentransversale)! Ein zweistelliges Milliardenprojekt, und Ingenieurskunst auf höchstem Niveau vereint katapultiert die Schweiz an vorderste Stelle mit solchen grossen Tunnelprojekten.

Schema des Gotthard Basistunnels Erstfeld-Bodio

Schema der Streckenführung–Gotthard Basistunnel–Erstfeld-Bodio

Wie bereits erwähnt ist für mich der Stanserboden einer der attraktivsten Flecken in unserem schönen Land. Nicht zu vergessen Pilatus Aircraft, unser kleines und einziges Flugzeugwerk in der Schweiz, mit ihren Weltberühmten Propeller Flugzeugen, und dem seit kurzem fertig gebauten Businessjet PC-24 , als zweistrahliges Flugzeug, das unter anderem als Business Jet eingesetzt werden soll. Es ist das erste Strahlflugzeug von Pilatus. Pilatus Aircraft ist weltberühmt für ihre Militär Trainingsflugzeuge. Diese werden von vielen Ländern dort auch eingesetzt. Die Pilotenausbildung erhält dadurch ein Gerät, das nicht besser sein könnte für diese Disziplin. Es gab auch Gerichtsfälle, wo man der Scheiz einen Maulkorb verpassen wollte, als gewisse Staaten die Pilatus Prop-Maschinen mit Waffen ausrüsten wollten. Dies die kurze Geschichte von Pilatus Aircraft. Das einzig negative am Hauptsitz in Stans, ist die hohe Lärmbelastung in dieser Gegend. Denn auch so eine Propellermaschine mit voller Drehzahl erzeugt einen „Höllenlärm“ , und dies ist dann beim wandern und schönem Wetter leider allgegenwärtig !

So, nun zum Stanserhorn. Die Preise ohne Halbtax sind relativ hoch. Ich bin mit dem Zug am letzten Montag 16. Oktober um 10.18h in Stans angekommen, und bin gleich Richtung Berg losmarschiert. Ein über vierstündiger Marsch stand mir bevor. Vorbei an Weiden und Wäldern an der bestehenden und alten Stanserhornbahnlinie vorbei und ab in den Steilhang. Es braucht als untrainierter Wanderer viel Ausdauer um diesen Marsch zu überstehen. Bei mir war das leider sehr anstrengend, da ich seit Jahren nicht mehr so häufig auf Wanderwegen anzutreffen war. Mit einer lieben Bekannten bin ich vor Jahren regelmässig in die Berge gegangen, doch als sich unsere Wege trennten, bin ich nur noch selten wandern gegangen. Ich werde aber bei „Mammita“ (wie ich sie liebevoll nannte) wieder anklopfen, sie war 2012 meine Nachbarin im Zürcher Oberland, eine wirklich coole Familie. Dazu ein andermal mehr, was ich dort so erlebt habe. Der Titel könnte lauten: „Enzo’s damaliges WG-Leben & den netten Nachbarn am Fusse des Pfannenstiels“ 

Oben angekommen bot sich ein spektakulärer Ausblick, im Norden der Jura, ohne Dunst würde man bis in den Schwarzwald sehen. Im Osten die Schwyzer-Alpen bis weit nach Osten ins Appenzeller-Land  und den Alpstein-Gebirge und den Säntis. Im Süden Richtung Gotthard und Kanton Uri, und im Nordwesten und Westen die Berner – und teils die Walliser-Alpen mit Schreck-und Wetterhorn, Finsteraarhorn (4274m.ü.M) der höchte Berner Alpengipfel. Und natürlich sieht man aus einer speziellen und zetralen Perspektive Eiger, Mönch und Jungfrau. Der Eiger ist im oberen Teil eine Scheibe, und auch fast 4000 m.ü.M. Von der Zentralschweiz aus gesehen Richtung Westen, sieht man halt diese Alpenkette aus einer komplett anderen Perspektive, deswegen ist der Eiger Mönch und Jungfrau entsprechend schwierig auszumachen. Normalerweise sieht man Eiger, Mönch und Jungfrau so, von Norden her Richtung Süden:

Eiger Mönch und Jungfrau

Eiger Mönch und Jungfrau

Ich trank eine Rivella Brause als Belohnung, und natürlich um den Durst zu löschen. Der war immens, da ich vergessen habe, eine kleine Wasserflasche mitzunehmen, typisch mich! Doch ich hatte Kaugummis dabei, die mir mittels Speichelfluss ein bisschen zu Energie verhalfen. Auf dem Weg zum Gipfel, traf ich eine junge, nette und hübsche Deutsche Frau, die total überwältigt war von diesem Rundum-Ausblick. Sie ist seit ein paar Jahren in der Schweiz und versteht den Schweizer-Dialekt bestens! So durfte ich in Bauerndeutsch weiterreden.Ich ging dann noch auf den höchsten Aussichtspunkt, auf dem man sagt, dass es ein Kraftort ist mit 22’000 Bovis-Einheiten, aber lest selber, sehr interessant was diese Einheiten auf sich haben. Jeder muss selber wissen, ob es „Hokuspokus“ ist oder nicht.

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